Devisen: Euro steigt leicht - Pfund unter Druck

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag in einem ruhigen Umfeld leicht zugelegt. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1160 US-Dollar und damit etwas mehr als im asiatischen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1199 Dollar festgesetzt.

Starke Impulse für den Handel zwischen Euro und Dollar blieben im Vormittagshandel weitgehend aus. Auffällig war dagegen das britische Pfund, das sowohl zum Dollar als auch zum Euro unter Druck stand. Auslöser waren Äußerungen des britischen Notenbankchefs Mark Carney. Er hatte Spekulationen auf eine bevorstehende Zinsanhebung eine klare Absage erteilt. Die erhöhte Inflation hatte zuletzt mehrere britische Notenbanker dazu bewogen, eine unmittelbare Leitzinsanhebung zu fordern.

Im Nachmittagshandel stehen keine nennenswerten US-Konjunkturdaten an. Allerdings werden sich zwei ranghohe amerikanische Zentralbanker zu Wort melden. Wie die Commerzbank in einer Tagesvorschau schreibt, kommt Wortmeldungen aus den Reihen der US-Notenbank derzeit eine hohe Bedeutung zu. Grund ist, dass die Zinserwartungen an den Märkten wesentlich verhaltener sind als die Zinsprognosen der Notenbank. Früher oder später wird sich also eine Seite der anderen annähern müssen.