Devisen: Euro steigt über 1,18 Dollar

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Dienstag in einem überwiegend ruhigen Umfeld gestiegen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1820 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1823 (Montag: 1,1795) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8458 (0,8478) Euro.

Nur kurzzeitig belastet wurde der Euro durch das Ifo-Geschäftsklima. Der für die deutsche Wirtschaft bedeutende Frühindikator trübte sich im Dezember überraschend ein, allerdings von rekordhohem Niveau aus. Bankvolkswirte führten die Eintrübung meist auf die gescheiterten Regierungsgespräche zwischen Union, FDP und Grünen zurück. Ansonsten zeigten sie sich aber zuversichtlich, dass die deutsche Wirtschaft ihr kräftiges Wachstum auch im kommenden Jahr fortsetzen wird.

Mit Spannung blicken Analysten und Anleger unterdessen in Richtung USA. Dort steht die von der Regierung angestoßene Steuerreform vor der Verabschiedung durch den Kongress. Am Dienstagabend (MEZ) will zunächst das Repräsentantenhaus abstimmen. Die Zustimmung dort gilt als gesichert. Im Senat sind die Mehrheitsverhältnisse aber wesentlich knapper. Dort soll die Abstimmung nach Willen der Republikaner so früh wie möglich stattfinden, möglicherweise noch in der Nacht auf Mittwoch. Eine sinkende Steuerbelastung vor allem für Unternehmen war ein großes Wahlversprechen von Präsident Donald Trump.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88500 (0,88208) britische Pfund, 133,23 (132,66) japanische Yen und 1,1643 (1,1652) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1260,35 (1260,60) Dollar gefixt.