Devisen: Euro sinkt etwas

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Montag nach dem Höhenflug der vergangenen Woche leicht gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1740 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Freitagabend. In der Vorwoche war der Euro noch zeitweise bis auf 1,1777 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit Anfang 2015. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1729 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung beim Euro. Nach wie vor werde die Gemeinschaftswährung durch die politische Entwicklung in den USA gestützt. Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank sprach von einem "Dauer-Chaos" in Washington, das den Dollar belastet und dem Euro im Gegenzug Auftrieb verleiht. "So sehr im November und Dezember Donald Trumps Wahlsieg dem Dollar geholfen hatte, so sehr werden der US-Präsident und die republikanische Kongress-Mehrheit nun zu Belastungsfaktoren für die US-Währung", sagte Leuchtmann.

Im weiteren Handelsverlauf könnten noch wichtige Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone für neue Impulse im Handel am Devisenmarkt sorgen. Besonders im Fokus stehen Daten zur Preisentwicklung in der Eurozone, die am späten Vormittag auf dem Programm stehen.