Devisen: Euro legt zu - Südkoreas Won unter Druck

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag nach anfänglichen Verlusten bis zum späten Nachmittag zugelegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1915 US-Dollar und damit einen halben Cent mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,1849 (Mittwoch: 1,1827) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8440 (0,8455) Euro.

Auslöser der Euro-Gewinne war eine am Nachmittag plötzlich einsetzende Schwäche des amerikanischen Dollar. Konjunkturdaten aus den USA waren im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Das Weiße Haus hat einem Bericht der "New York Times" zufolge Pläne, US-Außenminister Rex Tillerson durch CIA-Chef Mike Pompeo zu ersetzen. Der Wechsel könnte bereits in den nächsten Wochen stattfinden, schreibt die Zeitung unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.

Im Vormittagshandel war der Euro noch durch schwache Inflationsdaten aus dem Währungsraum unter Druck gesetzt worden. Die Teuerung in der Eurozone zog im November zwar leicht an, blieb allerdings weiterhin klar unter dem Zielwert der EZB von knapp zwei Prozent.

Zu den Verlierern im Devisenhandel zählte am Donnerstag der südkoreanische Won. Er gab zum US-Dollar rund ein Prozent nach, obwohl die Notenbank des Landes ihren Leitzins erstmals seit rund sechs Jahren anhob. Experten erklärten die Kursreaktion damit, dass der Zinsschritt erwartet worden sei und Anleger deshalb Gewinne mitgenommen hätten. Dem Zinsschritt der Bank of Korea wird von einigen Beobachtern hohe Bedeutung zugemessen, weil er andere asiatische Länder zu einer strafferen Geldpolitik animieren könnte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87985 (0,88293) britische Pfund, 133,08 (132,24) japanische Yen und 1,1699 (0,1664) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1280,20 (1283,85) Dollar gefixt.