Devisen: Euro legt zu - Pfund profitiert stark von Konjunkturdaten

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Mittwoch mit der Spekulation auf eine Entspannung in der Katalonien-Krise gestiegen. Am Nachmittag erreichte die Gemeinschaftswährung ein Tageshoch bei 1,1815 US-Dollar, nachdem er am Morgen noch bei 1,1760 Dollar gehandelt worden war. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1785 (Dienstag: 1,1761) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8485 (0,8503) Euro.

Erst am Nachmittag konnte der Euro an die Kursgewinne vom Vortag anknüpfen. Marktbeobachter erklärten den Anstieg mit Meldungen aus Spanien, die möglicherweise auf eine Entspannung im Katalonien-Konflikt hindeuten könnten. Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont hat eine geplante Erklärung im spanischen Senat zu den Unabhängigkeitsbestrebungen seiner Region kurzfristig abgesagt.

Nach überraschend starken Konjunkturdaten aus Deutschland veränderte sich die Gemeinschaftswährung am Vormittag kaum. Im Oktober hatte das Ifo-Institut einen Rekordwert bei der Stimmung in den deutschen Unternehmen gemeldet. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Stark nach oben ging es mit dem Kurs des britische Pfund nach neuen Konjunkturdaten. Der Kurs der britischen Währung stieg im Handel mit dem Dollar um etwa ein Prozent auf 1,3272 Dollar. Zum Euro erreichte das Pfund zeitweise ein Tageshoch bei 1,1261 Euro. Zuvor war bekannt geworden, dass die britische Wirtschaft im dritten Quartal trotz der Brexit-Sorgen etwas stärker als erwartet gewachsen war.

Dagegen gab es erneut starke Kursverluste beim Schweizer Franken. Am Nachmittag musste für einen Euro 1,1706 Franken gezahlt werden. Damit war die Währung der Eidgenossen so schwach wie seit Anfang 2015 nicht mehr. Die Aussicht, dass die EZB die geldpolitischen Zügel wieder etwas stärker anziehen und den Ausstieg aus dem Kaufprogramm für Anleihen einleiten könnte, belastete den Franken.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88883 (0,89303) britische Pfund, 134,41 (133,95) japanische Yen und 1,1690 (1,1613) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1275,00 (1276,45) Dollar gefixt.