Devisen: Euro legt zu - Franken fällt auf den tiefsten Stand seit Anfang 2015

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat am Dienstag zugelegt und ist zeitweise über 1,20 US-Dollar gestiegen. Am späten Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,1985 Dollar gehandelt, nachdem in der Spitze 1,2006 Dollar erreicht wurden. Im frühen Handel hatte der Euro noch bei rund 1,1960 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1972 (Montag: 1,1948) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8353 (0,8370) Euro.

Der Euro profitiert weiter von der günstigen wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone. So hat sich die Stimmung von Finanzanlegern im September überraschend deutlich verbessert. Die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobenen Konjunkturerwartungen für Deutschland machten damit den Rückgang im Vormonat fast wieder wett.

Daneben rücken geldpolitische Entscheidungen der US-Notenbank Fed immer stärker in den Fokus, die am Mittwoch auf der Agenda stehen. Es wird damit gerechnet, dass die amerikanischen Währungshüter den Startschuss zum Abbau der Notenbankbilanz geben werden. Spannender dürften Aussagen zu einer möglichen Zinserhöhung im Dezember sein.

Zum Schweizer Franken stieg der Euro zeitweise auf den höchsten Stand seit Anfang 2015. Der Euro wurde in der Spitze mit 1,1564 Franken gehandelt. Im frühen Handel hatte er noch unter 1,15 Franken notiert. Am 15. Januar 2015 hatte der Franken zuletzt höher notiert. Damals hatte die Schweizerische Nationalbank den Mindestkurs für den Euro zum Franken aufgegeben, der bei 1,20 Franken gelegen hatte. Am Nachmittag gab der Euro einen Teil seiner Gewinne ab und wurde mit 1,1531 Franken gehandelt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88622 (0,88253) britische Pfund, 133,44 (133,09) japanische Yen und 1,1535 (1,1464) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1309,60 (1312,10) Dollar gefixt.