Devisen: Euro knapp unter 1,11 US-Dollar - Rohstoffwährungen legen zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EU0009652759> hat am Montag weiter zugelegt. Am Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1090 US-Dollar. Zwischenzeitlich war der Euro bis auf 1,1093 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Februar geklettert. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,0977 Dollar festgesetzt.

Am Devisenmarkt machte sich zum Wochenstart allgemeine Entspannung breit. Als sicher empfundene Währungen wie der japanische Yen gaben etwas nach. Währungen von Rohstoffländern wie Kanada oder Norwegen legten hingegen zu. Marktteilnehmer erklärten die Entwicklung mit der Hoffnung auf geldpolitische Unterstützung durch die Notenbanken in der Corona-Krise. Zudem hatte in China die Zahl der Neuinfektionen am Sonntag nicht mehr so stark zugenommen wie zuvor.

Am Freitagabend hatte die US-Notenbank (Fed) in einer seltenen außerplanmäßigen Erklärung durch Notenbankchef Jerome Powell Unterstützung signalisiert. Die Fed stehe kurz vor einer Zinssenkung, schrieb Volkswirt Bernd Weidensteiner von der Commerzbank. Ein Zinsschritt um mindestens 0,25 Proezntpunkte auf der Sitzung Mitte März sei sehr wahrscheinlich. Die Fed-Offiziellen bevorzugten vermutlich, erst auf der Sitzung zu handeln, um der Maßnahme etwas von der Dramatik zu nehmen.

Auch Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda hatte geldpolitische Unterstützung signalisiert und wenig später das nationale Finanzsystem angesichts der Virus-Krise mit zusätzlicher Liquidität versorgt. Mit diesen außergewöhnlichen Statements der beiden Notenbanken konnte die Lage vorerst etwas beruhigt werden, schrieb Währungsanalyst Manuel Andersch von der Landesbank BayernLB.