Devisen: Euro kaum bewegt bei Viermonatstief

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat sich am Montag so gut wie nicht von der Stelle bewegt. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0950 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Morgen. Von seinem am Freitag erreichten Viermonatstief hat sich der Euro nicht weit entfernt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,0969 Dollar festgesetzt.

Zum Wochenauftakt zählte Chinas Yuan zu den Gewinnern am Devisenmarkt. Marktbeobachter verwiesen zum einen auf Stützungsmaßnahmen der chinesischen Notenbank. Unter anderem sind die chinesischen Banken dazu angehalten, Kredite zu niedrigen Zinsen an Unternehmen zu vergeben, die besonders von den Folgen der Coronakrise betroffen sind.

Zum anderen wurde darauf verwiesen, dass die Zahl der Neuansteckungen mit dem Virus in den vergangenen Tagen zurückgegangen ist. Von dieser Entwicklung profitierten auch der australische und der neuseeländische Dollar. Beide Länder sind über den Außenhandel stark mit China verbunden.

Konjunkturdaten aus der Eurozone bewegten den Devisenmarkt kaum. Produktionsdaten aus der italienische Industrie reihten sich in schwache Daten aus Deutschland, Frankreich und Spanien ein. Hoffnungen auf ein Stabilisierung der Euroraum-Industrie haben sich bisher nicht erfüllt. Und die Aussichten sind durch die Coronakrise nicht besser geworden, wie auch der von Sentix erhobene Konjunkturindikator zeigt. Erstmals seit Oktober trübte sich die Stimmung der befragten Anleger ein.

Der Verzicht von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer auf CDU-Vorsitz und Kanzlerkandidatur sorgte am Währungsmarkt nicht für Bewegung.