Devisen: Euro kaum bewegt - Türkische Lira auf Rekordtief

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Montag weiter in der Nähe seines tiefsten Stands seit Mitte 2020 notiert. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1452 US-Dollar und damit ungefähr so viel wie am Freitagabend. In der vergangenen Woche war der Euro mit 1,1433 Dollar auf den tiefsten Stand seit Juli 2020 gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1448 Dollar festgesetzt.

Ein bestimmendes Thema auf Devisenmarkt bleibt das Thema Inflation und die Reaktion der Notenbanken darauf. Die EZB stellt weiter keine Leitzinserhöhung in Aussicht. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass die Bedingungen für eine Zinsanhebung im kommenden Jahr erfüllt seien, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde am Montag vor dem Europäischen Parlament. Man erwarte weiterhin eine Abschwächung der Inflation im kommenden Jahr.

Dem Markt fehlte es ansonsten an klaren Impulsen. Es wurden keine marktbewegenden Daten in der Eurozone veröffentlicht. In den USA wird mit dem Empire-State-Index am Nachmittag ein regionaler Industrieindikator veröffentlicht.

Auf abermalige Rekordtiefstände zu Dollar und Euro fiel zum Wochenstart die türkische Lira. Marktbeobachter verwiesen auf die in dieser Woche anstehende Zinsentscheidung der Zentralbank, von der erneut eine deutliche Leitzinssenkung erwartet wird. Schon seit einiger Zeit befindet sich die türkische Notenbank auf Lockerungskurs, obwohl die Inflation fast 20 Prozent beträgt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist erklärter Gegner hoher Zinsen und hat die Notenbankspitze in den vergangenen Jahren mehrfach ausgetauscht.

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