Devisen: Euro gibt etwas nach - Südkoreas Won unter Druck

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag leicht gesunken. Am Mittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1837 US-Dollar gehandelt und damit etwas unter dem Niveau vom Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1827 Dollar festgesetzt.

Eine zwar leicht gestiegene, aber dennoch schwächer als erwartet ausgefallene Inflation im Währungsraum hat den Euro etwas unter Druck gesetzt. "Die EZB wird sich in Anbetracht des lediglich dürftigen Anstiegs der Kerninflationsrate in ihrer geldpolitischen Ausrichtung bestätigt fühlen", kommentierte Thomas Gitzel, Chefökonom bei der VP Bank. "Die Geldpolitik wird noch lange Zeit sehr expansiv bleiben."

Im Tagesverlauf stehen noch eine Reihe von Konjunkturdaten aus den USA zur Veröffentlichung an. Außerdem könnten politische Weichenstellungen für eine Steuerreform in den USA die Kurse am Devisenmarkt im weiteren Handelsverlauf bewegen, hieß es in einer Einschätzung der BayernLB.

Zu den deutlichen Verlierern im Devisenhandel zählte im Tagesverlauf der südkoreanische Won, obwohl die Notenbank des Landes den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,50 Prozent angehoben hatte. Die Zinserhöhung sei gemeinhin erwartet worden, sagte Experte Wolfgang Kiener von der BayernLB. Daher habe es bereits vor dem Schritt der Notenbank eine deutliche Aufwertung der Landeswährung gegeben.