Devisen: Euro gibt nach - Australischer Dollar unter Druck

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Mittwoch gesunken. Am frühen Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung auf ihrem Tagestief von 1,1809 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1847 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Auch ein überraschender Anstieg der Auftragseingänge in der deutschen Industrie konnte die Kurse am Devisenmarkt nicht nennenswert bewegen.

Im weiteren Handelsverlauf könnte es etwas mehr Impulse geben. Die kanadische Notenbank wird am Nachmittag ihre Zinsentscheidung treffen. Außerdem hat die EU-Kommission ihre lang erwarteten Vorschläge zur Weiterentwicklung der Währungsunion angekündigt. Brüssel will den Euroraum sowie die gesamte EU langfristig widerstandsfähiger gegen künftige Finanzkrisen machen. Im Nachmittagshandel dürften zudem neue Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt beachtet werden. Der Dienstleister ADP gibt seine monatlichen Jobzahlen bekannt.

Etwas mehr Bewegung gab es dagegen beim australischen Dollar, der nach einem kräftigen Auf und Ab am Vortag zuletzt wieder nachgab. Australiens Wirtschaft ist im dritten Quartal erneut gewachsen und konnte damit eine Rekordserie fortsetzen. Seit mittlerweile 105 Quartalen hat es in Australien keine Rezession mehr gegeben. Allerdings war die Wachstumsdynamik in den Monaten Juli bis September etwas schwächer als erwartet.