Devisen: Euro gibt nach

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> ist am Freitag im Nachmittagshandel unter Druck geraten. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung fiel auf 1,2171 US-Dollar. Am Morgen war sie zeitweise noch mit 1,2240 Dollar gehandelt worden. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2188 (Donnerstag: 1,2203) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8205 (0,8195) Euro.

Der Dollar legte zu allen wichtigen Währungen zu. Händler verwiesen auf eine deutlich verbesserte Stimmung im Dienstleistungssektor der USA. Der vom Marktforschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex für den Sektor verbesserte sich deutlich stärker als erwartet. Der Dienstleistungssektor profitiert von den weitreichenden Lockerungen von Corona-Beschränkungen.

Der Euro wurde zudem durch Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde belastet. Sie dämpfte Erwartungen, dass die Notenbank schon auf ihrer nächsten Sitzung im Juni Signale für die Rückführung ihrer massiven Anleihekäufe geben könnte. Es sei noch zu früh um längerfristige Themen zu diskutieren. Sie erwarte zudem keinen anhaltenden Anstieg der Inflation.

Robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone stützten den Euro nicht nachhaltig. Die Unternehmensstimmung in der Eurozone stieg auf den höchsten Stand seit Februar 2018. Der Anstieg des von Markit erhobenen Einkaufsmanagerindex fiel stärker als erwartet aus. Die Lage im Dienstleistungssektor hat sich auch angesichts von Impffortschritten deutlich verbessert. Der Indikator für die Industrie trübte sich hingegen etwas ein. Experten verweisen auf Probleme bei den Lieferketten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85870 (0,86400) britische Pfund, 132,61 (132,95) japanische Yen und 1,0951 (1,0991) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1874 Dollar gehandelt. Das war rund drei Dollar weniger als am Vortag.

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