Devisen: Euro gerät zum US-Dollar erneut unter Druck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Donnerstag seine am Vortag erzielten Gewinne komplett abgegeben. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,0124 US-Dollar und damit etwa einen Cent weniger als im Tageshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,0152 Dollar festgesetzt.

Der Euro hatte seit Mittwochabend von einem durch die Bank schwächeren Dollar profitiert. Die US-Währung wurde durch Bemerkungen von US-Notenbankchef Jerome Powell belastet. Zwar hob die Federal Reserve ihren Leitzins erneut stark an und deutete weitere Zinsanhebungen an. Allerdings machte Powell den künftigen Kurs von der wirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Am Donnerstag lastete die sich eintrübende Börsenstimmung in Europa auf dem Euro. Der Dollar konnte im Gegenzug etwas zulegen. Der Dollar wird bei schlechter Marktstimmung häufig nachgefragt, da er als sichere und liquide Alternative gilt.

Am Nachmittag stehen neue Wachstumszahlen aus den USA im Mittelpunkt. Die US-Regierung veröffentlicht erste Daten zum zweiten Quartal. Nachdem die Wirtschaft im ersten Quartal geschrumpft ist, ist eine technische Rezession mit zwei Quartalen schrumpfender Wirtschaftsleistung denkbar. Erwartet wird jedoch ein leichtes Wachstum.

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