Devisen: Euro fällt vor US-Zinsentscheidung

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Mittwoch vor neuen geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed gefallen. Am frühen Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1620 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1638 Dollar festgesetzt.

Auslöser der Euro-Verluste waren robuste Arbeitsmarktdaten aus den USA. Der Dienstleister ADP meldete für Oktober einen Stellenaufbau in der Privatwirtschaft von 235 000. Dies lag über den Markterwartungen und der deutlich schwächeren Entwicklung im Vormonat. Die Zahlen gelten jedoch als verzerrt wegen der schweren Wirbelstürme Harvey und Irma, die die USA vor allem im September heimgesucht haben.

Im weiteren Verlauf blicken die Anleger auf gleich zwei wichtige Ereignisse. Zunächst wird das Institut ISM seinen renommierten Frühindikator für die US-Industrie veröffentlichen. Er gilt als verlässliche Richtschnur für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft.

Am Abend äußert sich dann die US-Notenbank Fed zur Geldpolitik. Es wird zwar nicht mit einer unmittelbaren Zinserhöhung gerechnet. Allerdings könnte die Fed nach ihrer zweitägigen Zinssitzung Hinweise auf eine an den Märkten erwartete Anhebung im Dezember liefern. Es wäre die dritte Zinsstraffung in diesem Jahr und der fünfte Schritt seit Beginn der Zinswende Ende 2015.