Devisen: Euro fällt trotz Katalonien-Wahl nur leicht

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag nur mit leichten Abschlägen auf den Wahlausgang in der spanischen Provinz Katalonien reagiert. Nachdem die Gemeinschaftswährung in der Nacht auf Freitag bis auf 1,1817 US-Dollar gefallen war, kostete sie am späten Nachmittag 1,1840 Dollar. Das war etwas weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1853 (Donnerstag: 1,1859) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8437 (0,8432) Euro.

Die mit Spannung erwartete Neuwahl des Regionalparlaments in Katalonien brachte keinen politischen Richtungswechsel in der spanischen Krisenregion, die nach Autonomie trachtet. Die drei separatistischen Parteien konnten erneut eine knappe Mehrheit im Parlament erringen, wenn auch mit einem schlechteren Ergebnis als in der vorherigen Wahl. Bankanalysten interpretierten das Wahlergebnis meist vorsichtig und sahen geringe Chancen auf eine rasche Lösung des Konflikts zwischen der katalanischen Regionalregierung und der Zentralregierung in Madrid.

Über den Tag hinweg verlief der Handel zwischen Euro und Dollar eher ruhig. Durchwachsene Konjunkturdaten aus den USA konnten den Kursen keine klare Richtung verleihen. Am Markt hieß es zudem, dass sich viele Händler schon in die Weihnachtsferien verabschiedet hätten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88568 (0,88763) britische Pfund, 134,37 (134,59) japanische Yen und 1,1735 (1,1725) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Vormittag mit 1268,05 Dollar gefixt.