Devisen: Euro fällt auf tiefsten Stand seit Juli - Dollar steigt

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag nachgegeben und ist auf den tiefsten Stand seit rund dreieinhalb Monaten gefallen. Im Tief fiel die Gemeinschaftswährung auf 1,1554 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit dem 20. Juli. Der amerikanische Dollar legte dagegen zu vielen Währungen zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1590 Dollar festgesetzt.

Am Markt wurden die Kursgewinne des Dollar mit Äußerungen von US-Präsident Donald Trump erklärt. Trump gab sich während eines Staatsbesuchs in Südkorea mit Blick auf das Atom- und Raketenprogramm Nordkoreas wesentlich zurückhaltender als früher. Er sehe Fortschritt und gewisse Bewegungen, sagte Trump. Er rief die nordkoreanische Führung dazu auf, an den Verhandlungstisch zu kommen und einen "Deal" zu machen.

Konjunkturdaten stehen am Dienstag nur wenige an. Schwache Produktionszahlen aus Deutschland und solide Einzelhandelsumsätze aus dem Währungsraum bewegten die Devisenkurse so gut wie nicht. In den USA stehen am Nachmittag Zahlen vom Arbeitsmarkt an, die an den Märkten jedoch nur selten beachtet werden. Veröffentlicht wird der Jolts-Bericht zu den offenen Stellen.