Devisen: Euro fällt auf tiefsten Stand seit November 2020

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Mittwoch weiter nachgegeben und ist auf den tiefsten Stand seit etwa elf Monaten gefallen. Am Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,1657 US-Dollar und damit so wenig wie letztmalig im November 2020. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1678 Dollar festgesetzt.

Der Euro steht zum Dollar schon seit einigen Wochen unter Druck. Ein wichtiger Grund sind Unterschiede in der geldpolitischen Ausrichtung der EZB und der US-Notenbank Fed. Während letztere auf eine geldpolitische Wende zusteuert, zeigt die EZB bisher keine solche Neigung. Die Erwartung einer etwas weniger großzügigen Geldpolitik lässt den US-Dollar steigen, während der Euro an Boden verliert.

Zur Wochenmitte stehen unterdessen einige Konjunkturdaten auf dem Programm. Allerdings befinden sich darunter keine Zahlen aus der ersten Reihe mit hoher Marktbedeutung.

Die Augen der Anleger richten sich vielmehr auf eine hochrangig besetzte Diskussionsrunde. Im Rahmen einer EZB-Konferenz diskutieren am frühen Abend die Zentralbankchefs vier großer Notenbanken miteinander. Ob in der Runde mit Christine Lagarde (EZB), Jerome Powell (US-Notenbank), Andrew Bailey (Bank of England) und Haruhiko Kuroda (Japan) neue geldpolitische Akzente gesetzt werden, ist aber fraglich.

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