Devisen: Euro fällt unter 1,16 Dollar

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Montag etwas schwächer tendiert. Gegen Mittag fiel die Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,16 US-Dollar, nachdem sie bereits in der Nacht auf Montag kurzzeitig dort notiert hatte. Zuletzt kostete ein Euro 1,1590 Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag noch auf 1,1657 Dollar festgesetzt.

Konjunkturdaten aus dem Euroraum fielen gemischt aus. Überzeugen konnte die Anlegerstimmung im Währungsraum, gemessen durch das Sentix-Konjunkturbarometer. Der Indikator verbesserte sich auf ein neues Zehnjahreshoch. "Die globale Konjunktur boomt", kommentierte Sentix. Die Unternehmensstimmung, gemessen am Markit-Einkaufsmanagerindex, trübte sich dagegen etwas ein. Allerdings notiert der Frühindikator weiter auf hohem Niveau.

Im Nachmittagshandel bleiben konjunkturelle Impulse aus den USA rar. Es werden keine entscheidenden Wirtschaftsdaten veröffentlicht.

Am Abend wird jedoch der Chef der regionalen Notenbank von New York, William Dudley, eine Rede über die Lehren der Finanzkrise halten. Dudley ist zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil er offenbar über einen vorzeitigen Rückzug nachdenkt. Der Fed-Chef von New York gilt wegen der großen Nähe zur Wall Street traditionell als einer der einflussreichsten Zentralbanker der USA. Sollte Dudley tatsächlich gehen, wären alle drei großen Notenbankerposten - neben Dudley die Position des Fed-Vorsitzenden und des Vizevorsitzenden - demnächst neue besetzt.