Devisen: Euro bewegt sich wenig - britisches Pfund steigt

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Dienstag bis zum Mittagshandel nur wenig bewegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1960 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1997 Dollar festgesetzt.

Während die Kursbewegung zwischen dem meistgehandelten Währungspaar Euro und Dollar gering blieb, legte das britische Pfund zu beiden Währungen um jeweils fast ein Prozent zu. Auslöser waren Inflationsdaten aus Großbritannien, die nicht nur über den Markterwartungen, sondern auch über der im Inflationsbericht zu findenden Prognose der britischen Notenbank lagen. Mit 2,9 Prozent befand sich die Inflationsrate im August zudem deutlich über dem Preisziel der Bank of England von zwei Prozent.

Am Markt nahmen die Spekulationen auf eine Zinsanhebung der britischen Notenbank zu, woraufhin das Pfund stieg. Fachleute halten eine Zinsstraffung aber für unwahrscheinlich, weil dadurch die ohnehin schwächere Konjunktur zusätzlich gebremst würde. Allerdings gilt es als denkbar, dass am Donnerstag, wenn die Notenbank neue Entscheidungen bekanntgibt, die Stimmen der Befürworter von Zinsanhebungen lauter werden.

Im weiteren Handelsverlauf werden in den USA einige Konjunkturdaten veröffentlicht. Diese sind jedoch der zweiten Reihe zuzuordnen, sie haben also geringere Marktrelevanz. Es werden das Mittelstandsbarometer NFIB und der Bericht über offene Stellen am Arbeitsmarkt Jolts veröffentlicht. Im Euroraum meldet sich EZB-Vizepräsident Vitor Constancio zu Wort.