Devisen: Euro wieder über 1,19 US-Dollar - Pfund legt stark zu

dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag im US-Handel wieder über 1,19 US-Dollar gestiegen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1913 Dollar. Damit setzte eine kleine Gegenbewegung ein, nachdem der Euro in den letzten Tagen wieder etwas von seinem letzten Freitag bei knapp 1,21 Dollar erreichten Hoch seit Januar 2015 zurückgekommen war.

Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1885 (Mittwoch: 1,1979) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8414 (0,8348) Euro.

Neue Preisdaten aus den USA konnten die Kurse am Devisenmarkt nur für kurze Zeit deutlich bewegen. Im August lag die Inflation in der größten Volkswirtschaft der Welt bei 1,9 Prozent. Sie war damit stärker als erwartet ausgefallen. Experten erklärten dies vor allem mit einem kräftigen Anstieg der Energiepreise. Hier zeigten sich bereits erste Auswirkungen des Hurrikans "Harvey", der die Ölindustrie im Süden der USA stark getroffen hatte. "Harvey bläst die Inflation auf", kommentierte Expertin Christiane von Berg von der BayernLB die Preisentwicklung in den USA.

Stark nach oben ging es dagegen mit dem britischen Pfund, das von geldpolitischen Entscheidungen der Bank of England profitierte. Die Währungshüter hatten laut dem Protokoll der jüngsten Zinsentscheidung ein Ende ihrer extrem lockeren Geldpolitik in Aussicht gestellt. Die Hoffnung, dass der Leitzins in Großbritannien vielleicht früher als bisher gedacht steigen könnte, sorgte für Auftrieb beim Pfund.