Deutschstunde: Ein Fünfer mehr? Da hört sich doch alles auf!

Es geht um ein Kirchenamt, das gutes Einkommen verspricht, das aber seine Tücken bei der Mehrzahlbildung hat.

"Da hört sich doch alles auf!", empörte sich Frau Krawulke vor vielen Jahren, weil sie beim Fleischer fünf Pfennig mehr für 100 Gramm grobe Leberwurst bezahlen sollte als in der Woche davor. Das Reflexivpronomen "sich", das sie der Fleischerfrau dabei an den Kopf warf, war allerdings zu viel des schlechten Deutschs – das war Weddinger Umgangssprache.

Ein Verb ist ein "Tuwort". "Wir tun etwas", wie uns die Lehrerin in der 1. Klasse erklärte. In späteren Schuljahren wurden die Definitionen anspruchsvoller: Verben werden kleingeschrieben und können konjugiert (gebeugt) werden. Ein Verb bezeichnet immer eine Handlung, einen Vorgang oder einen Zustand. Es gibt Hilfsverben (haben, sein, werden), Modalverben (können, mögen, dürfen, sollen, müssen, wollen) und Vollverben, und zwar Tätigkeitsverben (arbeiten, lesen), Vorgangsverben (regnen, wachsen) und Zustandsverben (frieren, stehen).

Wie jede Wissenschaft verzichtet auch die Sprachwissenschaft nicht darauf, ihre Systematik bis in die kleinste Verästelung zu treiben. Deshalb müssen wir innerhalb der Vollverben wiederum zwischen transitiven Verben, intransitiven Verben und reflexiven Verben unterscheiden. Transitive Verben haben ein Akkusativobjekt bei sich und können das Passiv bilden (die Feuerwehr löschte den Brand / der Brand wurde gelöscht). Intransitive Verben haben entweder kein Objekt (sie schläft), ein Objekt im Dativ oder Genitiv (ich helfe ihm) oder ein Präpositionalobjekt (er steht auf der Straße).

Es gibt echte und unechte ...

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