Was ist mit Deutschlands größter Gold-Hoffnung los?

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Was ist mit Deutschlands größter Gold-Hoffnung los?
Was ist mit Deutschlands größter Gold-Hoffnung los?

Bei den deutschen Leichtathletinnen gilt Malaika Mihambo als die sicherste Medaillenkandidatin bei den Olympischen Spielen in Tokio.

Ihr 7,30-Meter-Sprung, mit dem sie im Oktober 2019 die WM-Goldmedaille mit riesigem Vorsprung gewann, ist den deutschen Fans noch bestens in Erinnerung.

Die 27-Jährige, die zuletzt zwei Mal in Folge zur deutschen Sportlerin des Jahres gewählt wurde, kommt in der laufenden Saison aber nur schwer in Tritt.

Drechsler: "Es ist noch Zeit, in Form zu kommen"

Zwar wurde Mihambo am Sonntag erneut Deutsche Meisterin, doch ein Blick auf ihre Siegerweite zeigt, dass es noch gewaltig hakt. Mit den 6,62 Metern, die sie in Braunschweig sprang, würde sie in Tokio keinen Blumentopf gewinnen – und doch besteht noch kein Anlass zur Sorge.

"Es ist noch Zeit, in Form zu kommen", sagt die frühere Weitsprung-Ikone Heike Drechsler bei SPORT1. "Die Deutschen Meisterschaften waren sehr zeitig, danach findet noch richtig intensives Training statt."

Für Drechsler ist klar: "Die jetzigen Ergebnisse sagen noch nicht viel darüber aus, was für Tokio entscheidend ist."

Auch bei Mihambo selbst läuten die Alarmglocken noch nicht, wenngleich sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden war. "Ich hätte mir natürlich mehr für heute erwünscht", sagte sie unmittelbar nach dem Wettkampf.

Corona durchkreuzt Mihambos Pläne

Ursprünglich hatte Mihambo vor, im Sommer 2020 zum früheren Sprint- und Weitsprungsuperstar Carl Lewis nach Houston zu ziehen, um sich den Feinschliff für Tokio zu holen - doch die globale Corona-Krise machte ihr einen Strich durch die Rechnung.

Stattdessen bereitet sie sich nun unter Bundestrainer Uli Knapp auf die Spiele vor.

Sprünge jenseits der 7 Meter sollten aber nicht mehr lange auf sich warten lassen.

"Ich denke, es ist eine Frage der Zeit. Aber es ist natürlich unschön, wenn man nicht das zeigen kann, was man eigentlich draufhat", hadert sie. "Ich versuche, den Druck und die Fragen nach den sieben Metern etwas von mir fernzuhalten. Es ist viel wichtiger, dass ich mich selbst reflektiere und weiter an mir arbeite."