Deutschlands Banker sind nach Feierabend seltener erreichbar

Stephan Kahl
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Deutschlands Bank-Mitarbeiter haben in den vergangenen Jahren zunehmend darauf verzichtet, ständig nach Feierabend berufliche E-Mails oder Anrufe zu beantworten.

Der Anteil der Beschäftigten im privaten Bankgewerbe, die werktags nach Dienstschluss häufig per E-Mail oder Telefon erreichbar sind, hat sich von 31% im Jahr 2013 auf 21% in 2020 reduziert. Das geht aus einer repräsentativen Beschäftigtenbefragung von Kantar TNS im Auftrag des Arbeitgeberverbands des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) hervor, die Bloomberg vorliegt.

Auch die häufige Erreichbarkeit am Wochenende ist demnach über die Jahre gesunken. Hier ging es im Beobachtungszeitraum von 22% auf 15% nach unten. Ähnlich fiel die Tendenz bei beruflichen E-Mails und Telefonaten im Urlaub aus, wo sich der Wert von einst 15% auf 11% in diesem Jahr reduzierte.

Angesichts der Coronakrise und der weiteren Zunahme des Home Office, haben der AGV Banken und andere Verbände vor kurzem Mitarbeiter aufgefordert, die Zeiten der Erreichbarkeit klar zu kommunizieren und sich auch daran zu halten. Niemand erwarte, dass immer sofort auf E-Mails und Anrufe reagiert werde.

Schon kurz vor der Coronakrise lag der Anteil der Beschäftigten im privaten Bankgewerbe, die ausschließlich im Büro arbeiten, bei nur noch 33% - verglichen mit 41% im Jahr 2013, zeigen die Daten des AGV Banken.

Der AGV Banken vertritt die Interessen von rund 120 Instituten mit 150.000 Beschäftigten, darunter große Unternehmen wie die Deutsche Bank AG und kleinere wie das Bankhaus Metzler.

(Ergänzt um Home-Office-Quoten im vorletzten Absatz)

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