Deutschland: Zahl der Schweinehalter nimmt ab - Betriebe immer größer

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Schweinehaltung in Deutschland ist im Vergleich mit anderen landwirtschaftlichen Zweigen besonders stark vom Strukturwandel betroffen. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, sank die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung zwischen 2010 und 2019 um mehr als ein Drittel - von 33 400 auf rund 21 600. Im Vergleich dazu ging die Gesamtzahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 2010 bis 2019 von knapp 300 000 auf etwa 267 000 zurück, was einem Rückgang von rund 11 Prozent entspricht.

Dabei verringerte sich der Schweinebestand zwischen 2010 und 2019 nur um 2 Prozent auf rund 26 Millionen Tiere - eine fast konstant bleibende Tierzahl verteilt sich also auf immer weniger Betriebe. Die Statistik verrät, dass vor allem kleine Betriebe aufgeben: 2010 gab es noch 4200 Höfe, die weniger als 100 Schweine hielten. Ihre Zahl hat sich innerhalb von neun Jahren um 60 Prozent auf 1700 verringert.

Laut Statistik-Behörde zeigt sich der Wandel in der Landwirtschaft hin zu immer größeren Betrieben in der Schweinehaltung besonders deutlich. Je größer die Betriebe, desto größer sind ihre Überlebenschancen: Die Zahl der Betriebe, die zwischen 500 und 999 Schweine halten, nahm zwischen 2010 und 2019 um 32 Prozent ab. Die Anzahl der Höfe mit Beständen zwischen 1000 und 2999 Tieren ging im selben Zeitraum nur um 8 Prozent zurück.