Deutschland kassiert Klatsche zum Abschluss

Gegen Serbien scheiterten die deutschen Spieler immer wieder mit Würfen aus der Distanz

Zweite Niederlage im dritten Spiel, Turniersieg verpasst: Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat den Supercup in Hamburg mit einem herben  Dämpfer abgeschlossen. Das Team um NBA-Star Dennis Schröder verlor am Sonntag gegen Vize-Weltmeister Serbien chancenlos mit 56:87 (34:44).

"Es lag an der Physis, sie waren deutlich physischer als wir", sagte Fleming bei SPORT1: "Der größte Unterschied war die Fitness zum Schluss, sie waren als gesamtes Team fitter und haben ihr Spiel durchziehen können. Die deutsche Mannschaft braucht eine Woche Training, in der auch wirklich alle dabei sind."

Erfolgreichster Werfer in der Mannschaft von Bundestrainer Chris Fleming war wie schon in den beiden Spielen zuvor Schröder mit 16 Punkten. Der Aufbauspieler der Atlanta Hawks aus der nordamerikanischen Profiliga NBA wirkte gegen den Olympiazweiten von Rio im Vergleich zu seinen Gala-Auftritten gegen Russland und Polen aber müde.

Zum Auftakt des Vorbereitungsturniers auf die EM (31. August bis 17. September) hatte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) gegen Russland noch einen überzeugenden 79:76-Sieg gefeiert, anschließend gegen Polen aber eine Niederlage kassiert (75:80). Mit dem dritten Erfolg im dritten Spiel entschieden die Serben das Traditionsturnier für sich.

Die Tage vor dem Auftakt will Fleming intensiv nutzen. "Klar ist, dass wir deutlich zu tun haben", sagte der Bundestrainer: "Für uns ist es sehr wichtig, dass wir gut ins Turnier kommen und uns einspielen können." 

Benzing und Theis fehlen

Ohne den verletzten Kapitän Robin Benzing und NBA-Neuling Daniel Theis, der am Sonntagmorgen aufgrund von Verpflichtungen bei seinem neuen Klub Boston Celtics in die USA reisen musste, fand die deutsche Mannschaft zunächst gut in die Partie und ließ sich vom harten Spiel der Serben nicht beeindrucken. 

Vor allem die jungen Johannes Thiemann (23) und der 22 Jahre alte Ismet Akpinar bei seinem ersten Nationalmannschaftseinsatz von Beginn an belebten das deutsche Spiel. Da die DBB-Auswahl aber in der Defensive erneut Schwächen offenbarte, zogen die Gäste schon Ende des ersten Viertels auf zehn Punkte davon (17:27).

Dennis Schröder versuchte zwar, seine Schnelligkeitsvorteile gegenüber der großen serbischen Verteidigung auszuspielen, war aber weniger spritzig als noch an den Vortagen und zeigte Ungenauigkeiten im Passspiel. Dennoch war es der 23-Jährige, der Deutschland mit einem Dreier wieder auf 30:36 heranbrachte (16.). Bis zur Pause wuchs der Abstand trotz einer kleinen Schwächephase der Serben aber wieder auf zehn Punkte an.

Nur sechs Punkte im 3. Viertel

Lucca Staiger sorgte mit einem schönen Distanzwurf für einen perfekten Start in die zweite Hälfte, 13 serbische Punkte in Serie machten die Hoffnung auf die Wende aber schnell zunichte. Dem deutschen Team, dem im gesamten dritten Viertel nur sechs Punkte gelangen, schwanden zusehends die Kräfte und viele Fehler schlichen sich ein. Auch wenn Schröder nochmals seine Klasse aufblitzen ließ, waren die Fleming-Schützlinge in der Folge nur noch bemüht, die Niederlage einigermaßen in Grenzen zu halten.

Bei der EM treffen die DBB-Herren in der Vorrunde in Tel Aviv/Israel auf die Ukraine, Georgien, Israel, Italien und Litauen. Zuvor wartet am 27. August in Berlin die die Generalprobe auf die EuroBasket gegen Ex-Europameister Frankreich (LIVE im TV auf SPORT1).