Deutschland und Italien arbeiten an gemeinsamen 'Aktionsplan'

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ROM (dpa-AFX) - Deutschland und Italien wollen mit einem gemeinsamen "Aktionsplan" ihre Beziehungen stärken. "Es ist so, dass wir uns jetzt entschieden haben, das zu machen", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) bei der Pressekonferenz im Anschluss an das Gespräch mit seinem italienischen Amtskollegen Mario Draghi in Rom. Man wolle im Endergebnis präzise Verabredungen treffen und enger zwischen beiden Regierungen zusammenarbeiten. "Das, glaube ich, ist ein großer Fortschritt", sagte der 63-Jährige.

Die Idee des Aktionsplans folgt auf den unlängst zwischen Italien und Frankreich unterschrieben "Quirinalsvertrag" - ein Freundschaftsvertrag mit dem Ziel beider Staaten, bei Themen wie zum Beispiel Wirtschaft, Sicherheit oder der Migrationspolitik enger zusammenzuarbeiten. Man sei noch in einem Anfangsstadium, erklärte Draghi dazu. "Vor drei Tagen sei davon noch gar nicht gesprochen worden." Man habe damit begonnen, bestimmte Themenfelder zu finden, in denen dann die zuständigen Ministerien beider Länder Wege finden sollen, zu kooperieren.

Scholz wurde am Montag im Amtssitz Draghis, dem Palazzo Chigi, zu seinem Antrittsbesuch mit militärischen Ehren empfangen. Im Anschluss unterhielten sich der Sozialdemokrat und der parteilose Italiener in einem Vier-Augen-Gespräch. Ein Besuch im Vatikan bei Papst Franziskus war für im Rahmen von Scholz' Rom-Besuch nicht geplant. Draghi ist seit Mitte Februar an der Macht. Sein Kabinett aus Experten und Politikern wird von der überwiegenden Mehrheit des italienischen Zwei-Kammern-Parlaments getragen.

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