„Deutschland hat sich erpressen lassen“: Gregor Gysi im Interview

Sabrina Hoffmann
Gregor Gysi

Es gibt in Deutschland nur wenige Politiker wie Gregor Gysi. Während die anderen Gräben zwischen sich und den Menschen schaufeln, möchte er dazu gehören. „Ich bin nicht wie die, ich bin wie ihr“, lautet die Botschaft, die er jedem erzählt, der sie hören will. Und das wollen viele.

Bei Facebook teilen Zehntausende alte Bundestagsreden von Gysi. „Zieht euch dieses Video rein. So muss Politik sein. Ohne Heuchelei“, schreibt ein Nutzer. Inhalte zählen dabei gar nicht so sehr wie der Tonfall. „Sie sind balla balla und ein Pfeifenverein“, ruft Gysi, inzwischen Präsident der Europäischen Linken, in einem Ausschnitt. In einem anderen unkt er: „Ja nun warte doch mal, Frau Künast. Du wirst es auch noch verstehen.“

Vielleicht hätte Gysi mit einer unbelasteten Partei die Massen mobilisieren können. Aber da Inhalte nun mal doch zählen, muss er zusehen, wie ein konturloser Martin Schulz jede Hoffnung auf Rot-Rot-Grün zerstört und wie sich die Linke mit extremen Positionen untragbar macht.

Im Gespräch mit Business Insider kritisiert Gysi das Steuerkonzept der SPD, rät FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner zu mehr Bescheidenheit und wirft der deutschen Regierung vor, sich von Trump erpressen zu lassen.

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