In Deutschland explodiert die Zahl der Mikro-Apartments für Studenten — doch es gibt ein gewaltiges Problem

Christoph Damm
Studenten an der TU Darmstadt

Wer in deutschen Städten eine Wohnung oder ein Haus sucht, der braucht Geduld — und ein dickes Portemonnaie. Die Preisspirale dreht sich immer weiter, wodurch Immobilien kaum noch erschwinglich sind. Besonders in Metropolen ist die Lage am Immobilienmarkt heikel, in vielen kleineren Städten drohen ähnliche Zustände. 

Selbst kleine Studenten-Apartments betrifft der Trend mittlerweile, viele Studenten geraten finanziell an ihre Grenzen. Laut „Handelsblatt“ werden immer mehr Komplexe mit solchen Mikro-Wohnungen speziell für Studierende gebaut — noch finden sie zwar Mieter, doch das Angebot könnte zu schnell zu stark wachsen. Dann könnten viele der Apartments mit gehobener Ausstattung künftig leer stehen. 

Die Mieten sind häufig zu hoch für junge Menschen, die sich mit Studentenjobs oder dem Geld der Eltern finanzieren“, zitiert die Zeitung Michael Voigtländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW). 

Studentenwachstum auf dem Höhepunkt

Während die hohen Preise ein Problem für die Studenten darstellen, haben die verantwortlichen Immobilienkonzerne hinter den Apartments ganz andere Sorgen. Nach Zahlen des Immobiliendienstleister Savills werden zwar im Wintersemester 2016/17 mit 2,8 Millionen so viel Studierende wie nie zuvor in Deutschland erwartet — allerdings, so die Experten, sei damit auch der Höhepunkt des Wachstums erreicht.

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