Deutschland: Erzeugerpreise steigen etwas schwächer

dpa-AFX

WIESBADEN (dpa-AFX) - In Deutschland sind die Preise auf Unternehmensebene im November etwas schwächer gestiegen als erwartet. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts vom Mittwoch lagen die Erzeugerpreise 2,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Oktober hatte die Jahresrate 2,7 Prozent betragen. Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, im November um 0,1 Prozent. Analysten hatten auch in dieser Abgrenzung einen etwas deutlicheren Zuwachs erwartet.

Am stärksten trug ein Anstieg bei den Vorleistungsgütern zum Aufwind bei den Erzeugerpreisen bei. Auffällig stark legten die Preise von Metallen zu, die sich um 8,4 Prozent im Vorjahresvergleich verteuerten. Im Bereich Energie waren die Entwicklungen unterschiedlich. Während die Preise von Mineralölerzeugnissen erheblich zulegten, wurde Erdgas deutlich billiger.

Die Erzeugerpreise beeinflussen die Teuerung auf Verbraucherebene mittelbar. Oft schlagen sie mit einiger Verzögerung, wenn auch nicht in vollem Umfang, auf die Verbraucherpreise durch. Die Europäische Zentralbank (EZB) richtet ihr Preisziel von knapp zwei Prozent auf die Verbraucherpreise aus.