Deutschland ist bereit, das EU-Verbot russischen Öls zu unterstützen – unter einer Bedingung

Russland ist der drittgrößte Ölproduzent der Welt.
Russland ist der drittgrößte Ölproduzent der Welt.

Die US-Agentur Bloomberg berichtet, dass Deutschland mittlerweile bereit sei, das von der Europäischen Union geplante Verbot von russischem Öl zu unterstützen. Die EU-Mitglieder bemühen sich , auf die Eskalation der Energiekrise reagieren. Russland hatte nämlich am Mittwoch die Gaslieferungen an die beiden EU-Mitglieder Polen und Bulgarien eingestellt.

Deutschland möchte schrittweise vorgehen

Die Bundesregierung würde es bei der Bekämpfung des russischen Öls in Europa bevorzugen, Schritt für Schritt vorzugehen. Bloomberg bezieht sich dabei auf die Aussagen von Personen, die Gespräche zwischen EU-Botschaftern mitbekommen haben, bei denen es um dieses Thema ging. Diese schrittweise Strategie würde Deutschland gegenüber den aktuell zur Diskussion stehenden Maßnahmen zur Begrenzung von Russlands Einnahmen, wie beispielsweise eine Preisobergrenze, bevorzugen.

Bei dem Verbot müsse es zudem eine Übergangsphase geben, sagen die Quellen, die laut der Agentur anonym bleiben wollen. Bei ihrem Kohle-Verbot verfolgte die EU Anfang des Monats eine ähnliche Strategie.

Kurswechsel erkennbar

Für Deutschland stellt diese Meinungsänderung fast schon eine 180 Grad-Wendung dar. Vor einigen Wochen ließ die Bundesregierung nämlich noch verlauten, dass Maßnahmen bezüglich der Energieversorgung kontraproduktiv seien und eher den Mitgliedern der Europäischen Union als dem Aggressor Russland schaden würden. Dies könnte ein Anzeichen dafür sein, dass die Bundesrepublik auf diesem Gebiet ihre Hausaufgaben gemacht hat und ihr Öl zukünftig auch ohne größere Probleme aus anderen Quellen beziehen könne.

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