Deutschland und andere Staaten wollen grüne Schiffskorridore schaffen

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GLASGOW (dpa-AFX) - Auf dem Weg zum Null-Emissions-Ziel wollen Deutschland und knapp 20 weitere Staaten ihren Schiffsverkehr in den nächsten Jahren auf ersten Routen klimaneutral gestalten. In der nach dem Glasgower Fluss Clyde benannten Clydebank-Erklärung bekennen sich die Länder dazu, bis zur Mitte des Jahrzehnts mindestens sechs Null-Emissions-Schiffsrouten zwischen verschiedenen Häfen zu etablieren, wie der britische Gastgeber der Weltklimakonferenz am Mittwoch mitteilte. Bis 2030 sollen "viele weitere" hinzukommen. Zu den Unterzeichnern gehören neben Deutschland und Gastgeber Großbritannien etwa auch die USA, Frankreich, Italien, die Niederlande und die skandinavischen Staaten.

Für die sogenannten grünen Schiffskorridore sollen Partnerschaften zwischen den jeweiligen Häfen sowie Reedereien und anderen Beteiligten geschlossen werden, um die gesamte Handelskette zu dekarbonisieren.

Die Weltschifffahrtsorganisation IMO, eine Sonderorganisation der UN, peilt bislang an, den Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid bis 2050 zu halbieren. Der Weltreederverband ICS strebt indes an, zum selben Zeitpunkt netto gar kein zusätzliches CO2 mehr in die Atmosphäre zu lassen. Die Schifffahrt, die weltweit um die 90 Prozent aller Waren transportiert, ist nach IMO-Angaben für mehr als 2 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich.

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