Deutsches Kinderhilfswerk: "Es brennt an allen Ecken und Enden"

Das Deutsche Kinderhilfswerk sieht die Kinderrechte in Deutschland zu Jahresbeginn in schlechter Verfassung. "Derzeit brennt es an allen Ecken und Enden. In den Kitas, in den Schulen, bei der Versorgung von Kindern in Krankenhäusern und mit Medikamenten", erklärte Präsident Thomas Krüger am Sonntag. "Das alles ist das Ergebnis einer Politik, die Kinderinteressen über Jahre systematisch ausgeblendet hat und es vielfach noch immer tut."

Die Interessen und Rechte von Kindern und Jugendlichen gehörten jedoch "als ein vorrangiger Gesichtspunkt ins Zentrum politischen Handelns", erklärte Krüger. Nötig seien insbesondere "eine Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz, eine aktive Politik zur Überwindung der Kinderarmut in Deutschland sowie eine deutliche Stärkung der demokratischen Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen".

Krüger betonte, es gehe hier nicht nur um die Kinder und Jugendlichen selbst. Vielmehr gehe es um "nichts weniger als die Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer gesamten Gesellschaft". Kinderfreundlichkeit werde zwar "in Sonntagsreden immer wieder beschworen", doch der Kinder- und Jugendpolitik komme "nach wie vor nicht der Stellenwert zu, den dieses Zukunftsthema verdient", beklagte Krüger.

cne/ilo