Deutsches Doppel-Gold bei Kanu-WM

Sebastian Brendel holt sich die Gold-Medaille

Der dreimalige Olympiasieger Sebastian Brendel hat bei den Kanu-Weltmeisterschaften in Racice zum dritten Mal in Folge Gold im Canadier-Einer über 1000 m gewonnen.

Der 29 Jahre alte Titelverteidiger aus Potsdam setzte sich auf seiner Paradestrecke vor dem tschechischen Lokalmatador Martin Fuksa und dem Olympiazweiten Isaquias Queiroz (Brasilien) durch. In der fast 80-jährigen WM-Geschichte war ein Gold-Hattrick im Canadier-Einer zuvor nur dem Neubrandenburger Andreas Dittmer (2001 bis 2005) und der lettischen Legende Ivan Klementiev (1989 bis 1994) gelungen. 

Kurz zuvor hatte bereits Tom Liebscher überraschend Gold geholt. Er triumphierte im Kajak-Einer über 1000 m vor dem Olympiafünften Fernando Pimenta aus Portugal und dem tschechischen Lokalmatador und Olympiazweiten Josef Dostal. "Nur" Silber gewannen die London-Olympiasiegerinnen Franziska Weber und Tina Dietze im Kajak-Zweier. 

Insgesamt war es WM-Titel Nummer sechs für Brendel, der über die 1000 m 2012 und 2016 auch Olympia-Gold gewonnen hatte. Für Liebscher war es die zweite WM-Medaille in einer olympischen Disziplin nach Silber 2014 im Zweier über 200 m.

Zum Abschluss der WM am Sonntag wird der Deutsche Kanu-Verband (DKV) nur in drei der sechs olympischen Klassen vertreten sein.

Seine Gold-Ambitionen untermauerte am Samstag der Kajak-Vierer der Männer mit dem neuen Einer-Weltmeister Tom Liebscher. Das Quartett zog als Gewinner des Halbfinals souverän in den Endlauf ein.

Auch der Frauen-Vierer kam als Halbfinal-Zweiter weiter, zudem stehen die London-Olympiasieger Peter Kretschmer und Yul Oeltze im Canadier-Zweier über 1000 m im Endlauf.

Keinen deutschen Finalisten gibt es dagegen in den drei Sprintrennen über 200 m. Timo Haseleu im Kajak und Ophelia Preller im Canadier verpassten den Endlauf, bereits am Freitag war Katharina Köther im Kajak ausgeschieden.