Deutscher Mittelstand laut DZ Bank von Corona ‘schwer getroffen’

Stephan Kahl

(Bloomberg) -- Besonders mittelständische Unternehmen aus der Metall-, Maschinenbau- und Automobilindustrie sowie aus dem Dienstleistungsgewerbe blicken angesichts der Coronakrise pessimistischer in die Zukunft.

Das geht aus einer repräsentative Erhebung der DZ Bank unter 1.043 Inhabern und Geschäftsführern von Firmen hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. In den vier Branchen würden die Unternehmen, die ihre Geschäftslage negativ einschätzen, deutlich überwiegen.

Die Stimmen aus dem mittelständischen Baugewerbe, der Chemie-, Pharma- und Kunststoffindustrie sowie im Agrarsektor hingegen seien zuversichtlicher, da die Krise diese Industrien weitgehend verschone – abgesehen von Schwierigkeiten in den Lieferketten und teilweise fehlendem Saisonpersonal. So bewerten immer noch 85% der mittelständischen Bauunternehmen ihre aktuelle Lage als „sehr gut“ oder „gut“.

Insgesamt erfasse die Corona-Pandemie den Mittelstand wie kaum eine Krise zuvor. “Trotz der eigentlich guten Risikovorsorge der Unternehmen bleiben die Herausforderungen vor allem angesichts der hohen Unsicherheit über die tatsächliche Dauer der Krise überaus hoch”, erklärte die DZ Bank.

Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling hatte erst vergangene Woche vor Kreditausfällen gewarnt. Als Aufseher machten ihm die Kreditrisiken, die voraussichtlich vermehrt ab dem dritten Quartal schlagend würden, die größten Sorgen, sagte Wuermeling bei einer Online-Veranstaltung der Bundesbank.

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