Ein deutscher Manager setzt ein milliardenschweres und höchst umstrittenes Vorhaben in Saudi-Arabien um

Business Insider Deutschland
Das Königreich Saudi-Arabien (hier die Hauptstadt Riad) baut einen staatseigenen Rüstungskonzern auf. Ein Deutscher soll dabei helfen.

Saudi-Arabien investiert jedes Jahr eine große Summe in Rüstung. Weltweit liegt das Land nach einem Ranking des Friedensforschungs-Instituts Sipri auf Platz vier — gleich nach den Großmächten USA, China und Russland. Um unabhängiger von Waffenlieferungen aus dem Ausland zu werden, baut Saudi-Arabien nun einen staatseigenen Rüstungskonzern auf, berichtet die „Welt“. Dieser soll von einem deutschen Manager geleitet werden.

Weniger Vermögen wird ins Ausland fließen

Saudi-Arabien will zu einem der größten Waffenhersteller der Welt aufsteigen. Und es steckt Potential in dem Konzern mit dem Namen Saudi Arabien Military Services (SAMI). Im vergangenen Jahr investierte Saudi-Arabien 64 Milliarden Dollar in Rüstung, beinahe so viel wie Russland. Dies entspricht einem Anteil am BIP von zehn Prozent. Doch viele Waffen wurden bisher in den USA und auch in Deutschland eingekauft. 

Mit dem deutschen Manager Andreas Schwer will Saudi-Arabien nun unabhängiger von Rüstungsimporten werden. Der 51-Jährige arbeitet derzeit noch beim Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall in der Sparte Kampfsysteme. 

Schwer wechselt die Seiten

Bisher besorgte Schwer bei Rheinmetall Aufträge aus dem Ausland, auch aus Saudi-Arabien. Mit dem Wechsel zu SAMI wechselt Schwer also zu einem ehemaligen Kunden.

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