Deutscher Außenhandel zieht im April kräftig an

Die deutschen Exporte haben im Juni im Vorjahresvergleich kräftig zugelegt. Das teilte das Statistische Bundesamt mit

Der deutsche Außenhandel hat im April deutlich zugelegt. Die Exporte stiegen im Vorjahresvergleich um 9,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Damit melde sich die deutsche Außenwirtschaft nach zwei eher schwachen Monaten "kraftvoll" zurück, erklärte der Außenhandelsverband BGA. Das sei ein wichtiges Signal angesichts der von Unsicherheit dominierten Stimmung in den Unternehmen.

Insgesamt wurden im April Waren im Wert von 110,3 Milliarden Euro aus Deutschland ausgeführt und Güter im Wert von 89,9 Milliarden Euro in die Bundesrepublik importiert. Die Importe lagen damit um 8,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Der Außenhandelsüberschuss stieg im gleichen Zeitraum von 17,8 Milliarden Euro auf 20,4 Milliarden Euro.

Die meisten Exporte aus Deutschland gehen unverändert in andere Staaten der Europäischen Union - hier stiegen die Ausfuhren im April im Vorjahresvergleich um 9,0 Prozent und die Importe um 8,9 Prozent. Noch deutlicher legten binnen Jahresfrist die Exporte in Drittländer außerhalb der EU zu: Gegenüber April 2017 zogen die Exporte hier um 9,9 Prozent an; die Importe aus diesen Ländern legten um 7,3 Prozent zu.

"Wir dürfen uns von den internationalen Handelsstreitigkeiten nicht unterbuttern lassen", erklärte BGA-Präsident Holger Bingmann. Die Leistungskraft des deutschen Außenhandels sei "ein Pfund" und stärke der Politik den Rücken für ein souveränes wie selbstbewusstes Auftreten.