Deutschen Wäldern geht es schlecht - Aber Lage besser als 2021

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BERLIN/MÜNSTER (dpa-AFX) - Angesichts eines feuchteren Winters ist in diesem Frühjahr die Ausgangslage in deutschen Wäldern besser als im vergangenen Jahr. Dennoch wird die Aufforstung in den von Trockenheit und Stürmen schwer geschädigten Forsten voraussichtlich noch Jahre dauern. In diesem Jahr stehen in den 16 Ländern etwa 55 000 Hektar zur Aufforstung an, wie der Waldeigentümer-Verband AGDW zum Tag des Baumes (25. April) auf Anfrage mitteilte. Das bedeutet, dass in diesem Jahr nur auf einem Teil der Kahlflächen junge Bäume gesät beziehungsweise gepflanzt werden. Denn das Bundeslandwirtschaftsministerium geht im Ende März veröffentlichten Waldzustandsbericht davon aus, dass bundesweit etwa 380 000 Hektar wiederbewaldet werden müssen.

Das vergangene Jahr war weniger trocken und der Winter eher nass - die Wälder stehen daher in diesem Frühjahr besser da als 2021. Doch hängt die Entwicklung maßgeblich vom Wetter ab, wie Förster und Fachleute betonen. Im April beginnt die erste Generation der Borkenkäfer auszufliegen, die insbesondere Fichten befallen und geschwächte Bäume schnell zum Absterben bringen können. Sollte es wieder ein trockenes Jahr werden, würde das die Ausbreitung der Käfer begünstigen.

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