Deutschem droht wegen Drogenbesitzes die Todesstrafe in Indonesien

Der festgenommene Deutsche (l.) in Denpasar

Einem Deutschen droht in Indonesien wegen des Vorwurfs des Drogenschmuggels die Todesstrafe. Der 56-Jährige sei Ende Januar am Flughafen der Ferieninsel Bali festgenommen worden, teilte die indonesischen Behörden am Donnerstag mit. Im Gepäck des Mannes seien Heroin, Amphetamine, Morphium und Valium entdeckt worden. In seiner Unterhose habe er weitere 1,21 Gramm Heroin versteckt. Ihm droht die Todesstrafe, weil er nach Angaben der Behörden insgesamt mehr als fünf Gramm Drogen bei sich trug.

Bei einer Pressekonferenz wurde der Deutsche am Donnerstag zusammen mit einem festgenommenen Briten der Öffentlichkeit präsentiert. Die beiden Männer trugen Gefängniskleidung und eine Sturmhaube.

Der 48-jährige Brite war zwei Tage vor dem Deutschen auf Bali festgenommen worden. In seinem Gepäck fand der Zoll mehr Valium als ihm verschrieben wurde. Auch ihm wird versuchter Drogenschmuggel zur Last gelegt. Nach Angaben der indonesischen Behörden drohen dem Briten bis zu zehn Jahre Haft oder eine Geldstrafe von umgerechnet 17.000 Euro.

Indonesien zählt zu den Ländern mit den strengsten Drogengesetzen weltweit. In den vergangenen Jahren wurden mehrere Indonesier und ausländische Verurteilte wegen Drogendelikten hingerichtet.