Deutsche Wuhan-Rückkehrer in Berlin nicht mit neuem Coronavirus infiziert

Informationstafeln zum Coronavirus am Flughafen Tegel

Die 20 aus der besonders vom neuen Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan nach Berlin ausgeflogenen Deutschen haben sich Tests zufolge nicht mit dem Erreger angesteckt. Das berichtete am Montag die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit. Die Testergebnisse seien negativ. Die Betroffenen blieben wie angekündigt aber für 14 Tage in Quarantäne.

"Der Bevölkerungsschutz hat höchste Priorität für mich", erklärte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Die zweiwöchige Isolation erfolge mit Blick auf die längstmögliche Inkubationszeit. Die 20 Deutschen waren am Sonntag nach einem Evakuierungsflug von Wuhan nach London von der Luftwaffe aus der britischen Hauptstadt nach Berlin-Tegel geflogen worden. Sie kamen umgehend in einem Krankenhaus in Berlin-Köpenick in Quarantäne.

Bereits Anfang Februar hatte die Luftwaffe 126 Menschen direkt aus Wuhan nach Frankfurt am Main ausgeflogen. Bei zwei Passagieren wurde das Virus diagnostiziert, diese werden in einer Frankfurter Klinik behandelt. Die übrigen Rückkehrer befinden sich in einer Bundeswehrkaserne in Quarantäne.

Insgesamt gibt es bundesweit bisher 14 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus. Die meisten Fälle gab es in Bayern, wo es bei einem Automobilzulieferer zu einer Ansteckung durch eine aus China eingereisten Kollegin gekommen war.

In Festlandchina sind nach Angaben der dortigen Behörden bereits mehr als 40.000 Menschen erkrankt. Mehr als 900 Infizierte starben. Von China aus breitete sich der Erreger in mehr als zwei Dutzend weitere Länder aus.