Deutsche Wirtschaft mit schwachem Quartal - Bundesamt nennt Daten

WIESBADEN (dpa-AFX) - Lieferengpässe und die Folgen des Ukraine-Krieges bremsen Ökonomen zufolge die deutsche Wirtschaft. Wie sich Europas größte Volkswirtschaft im zweiten Quartal entwickelt hat, gibt das Statistische Bundesamt am Freitag (10.00 Uhr) in einer ersten Schätzung bekannt. Experten rechnen im Schnitt allenfalls mit einem Miniwachstum von 0,1 Prozent gegenüber dem ersten Vierteljahr. Zu Jahresanfang war das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent gestiegen.

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat die Probleme verschärft, die der deutschen Wirtschaft schon zuvor zu schaffen machten. Steigende Energiepreise und anhaltende Lieferengpässe belasten die Industrie. Zugleich bremst die höchste Inflation seit Jahrzehnten den privaten Konsum, der eine wichtige Konjunkturstütze ist.

Ökonomen schraubten zuletzt ihre Konjunkturprognosen daher deutlich nach unten. Nach Einschätzung der EU-Kommission wird die deutsche Wirtschaft dieses Jahr voraussichtlich nur um 1,4 Prozent wachsen. Grund sei, dass sich Haushalte wegen der hohen Preise weniger leisten könnten. Außerdem leide die Industrie unter Handelsengpässen. Ein möglicher russischer Gas-Lieferstopp sei zudem ein erhebliches Risiko für die deutsche Wirtschaft. Der Internationale Währungsfonds traut Deutschland im Gesamtjahr sogar nur ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent zu.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.