Deutsche Wirtschaft besorgt über politische Unruhen im Iran

Proteste im Iran

Die politischen Unruhen im Iran erfüllen auch die deutsche Wirtschaft mit Sorge. Nachdem die dortige Wirtschaftsentwicklung und die deutsch-iranischen Beziehungen hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien, dürfte die "angespannte politische Lage die Situation weiter belasten", sagte der Verantwortliche für Außenwirtschaft beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Volker Treier, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom Mittwoch. Im Iran gibt es seit Tagen schwere regierungskritische Proteste.

Der Präsident des Großhandelsverbands BGA, Holger Bingmann, sagte der Zeitung, die deutsche Wirtschaft sei ernüchtert. "Die Exporte in den Iran bleiben bislang weit hinter den Erwartungen zurück", sagte er. Grund dafür seien politische Entwicklungen, insbesondere behindere auch die Iran-Politik der USA den Aufschwung des Landes. US-Präsident Donald Trump will unter anderem das Atomabkommen mit dem Iran neu verhandeln und droht mit der Aufkündigung der Vereinbarung.

Nach Einschätzung des DIHK wird für das abgelaufene Jahr ein Handelsvolumen mit dem Iran in Höhe von 3,5 Milliarden Euro erwartet. Ein Jahr zuvor waren es 2,9 Milliarden Euro. Die deutschen Unternehmen erwarten demnach zudem, dass der Warenhandel 2018 auf über vier Milliarden Euro steigen könnte.