Deutsche AM mit weiterem Robo-Advisor

 

Die Deutsche AM startet - in Kooperation mit der Basler Versicherung - einen eigenen Robo-Advisor-Service. Das Portal “Baloise Monviso” erweitert die digitale Strategie der Deutschbanker.

Die Pläne für den Start lagen seit langem in der Schublade. Nun hat die Deutsche Bank (IOB: 0H7D.IL - Nachrichten) über ihre Vermögensverwaltungs-Tochter Deutsche AM einen weiteren Schritt Richtung Digitalisierung gewagt. Seit gestern bieten die Deutschbanker Endkunden die Möglichkeit automatisierter Portfolioverwaltung. Die Frankfurter wählten allerdings nicht den direkten Weg (Sao Paolo: R2:WEGE3S.SA - Nachrichten) zum Kunden, sondern vertreiben die Anlageprodukte über Vertriebspartner. 

In Kooperation mit der Schweizer Basler Versicherung startet die Deutsche AM die Plattform „Baloise Monviso“. Anleger können hier aus 19 Modellportfolios auswählen und ganz nach Risiko-Gusto ihr Vermögen investieren. 

Ähnlich wie der Robo-Advisor des Vermögensverwalters DJE beschränkt sich “Baloise Monviso” zunächst auf Anmeldeformalien und Verwaltungstools. Während dieser Prozess digital verläuft, bleibt die Portfolioverwaltung in menschlicher Hand (Shenzhen: 300170.SZ - Nachrichten) . Aktiv gesteuert werden die Investments durch das Multi-Asset-Team (Frankfurt: 865796 - Nachrichten) der Deutsche AM. Einer Pressemitteilung zufolge, wird sich ein Team von gut 600 Anlagespezialisten, unter der Leitung von Chefstratege Stefan Kreuzkamp, um die anvertrauten Vermögen kümmern. 

Gegenüber “Fonds Professionell” gab Thorsten Michalik, Vertriebschef der Deutsche AM, an, das Tool richte sich vor allem an Berater, die selbst kein entsprechendes Tool programmieren könnten. Es ermögliche auch Kleinanlegern den Einstieg in die professionelle Vermögensverwaltung. Nach Michaliks Vorstellungen ist der Robo-Advisor in seiner jetzigen Form erst der Anfang: „Wir werden unseren Investment- und Vertriebsansatz mit technologische Neuerungen weiter entwickeln – geplant sind etwa, dass wir Big Data, Künstliche Intelligenz, ChatBots, virtuelle Realität oder Natural Language Processing, also die computergesteuerte Verarbeitung menschlicher Sprache, nutzen.“ Nicht ganz so weit voraus blickt bei der Vorstellung der neuen Plattform Dr. Jürgen Schiltknecht, Vorsitzender des Vorstands der Basler Versicherung. Für das zweite Halbjahr 2017 ist der Ausbau des bisherigen Angebots geplant. Das (Shenzhen: 002421.SZ - Nachrichten) digitale Portfolio-Management wird dann auch für Berater der Basler Versicherung geöffnet. Bisher beschränkt sich ihre Anlageberatung auf Fondsempfehlungen und Fondsportfolios. 

 

(DW)