Deutsche Umwelthilfe: Klein und klagefreudig

Sie ist der Schrecken zahlreicher Kommunen und Dieselfahrer: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) klagt quer durch die Republik, damit Städte die Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxide einhalten. Im Kampf für sauberere Luft will die DUH Fahrverbote für Dieselautos erreichen, die die Grenzwerte nur auf dem Papier, nicht aber in der Realität erreichen. Und das sind nach ihren Messungen so gut wie alle getesteten Fahrzeuge.

Der Verein ist ein Winzling: Der Bundestag gibt die Mitgliedszahl der DUH mit 273 an. Zum Vergleich: Greenpeace hat knapp 590.000 Mitglieder. Auch in finanzieller Hinsicht kann die DUH keine großen Sprünge machen. Im Jahr 2015 nahm sie rund 8,1 Millionen Euro ein. Zu den wichtigsten Geldgebern gehören nach eigenen Angaben die Bundesregierung sowie nachgeordnete Behörden und die Krombacher Brauerei. Auch Unternehmen wie die Telekom oder Toyota finanzieren Projekte.

Ein knappes Drittel seines Budgets erhält die Umweltorganisation von Unternehmen, denen die DUH Verstöße gegen Vorschriften zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs vorwirft. Das Motto des Vereins lautet: Wenn die Behörden nicht kontrollieren, dann kontrolliert die DUH. Findet sie Verstöße gegen Umweltrecht, so mahnt sie ab oder klagt. Nach eigenen Angaben gewinnt sie dabei in fast allen Fällen.