Deutsche Telekom: Das sagen die Analysten

Matthias J. Kapfer
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Deutsche Telekom: Die T-Aktie macht wieder Spaß

Nachdem die Deutsche Telekom heute Ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert hat, melden sich die Analysten zu Wort. Wie zu erwarten war, gehen die Experteneinschätzungen weit auseinander.

Die Deutsche Telekom steht nach der Veröffentlichung der Jahreszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr im Fokus. Der Konzern profitierte deutlich von der US-Steuerreform, hat aber mit seiner Tochter T-Systems stark zu kämpfen.
Analystin Heike Pauls von der Commerzbank zeigte sich dennoch beindruckt vom Ausblick des Konzerns. Das Kursziel beließ Pauls bei 17,00 Euro sowie die Einschätzung „Buy“. Ebenfalls positiv sieht Analyst Akhil Dattani von der US-Großbank JPMorgan die Trends auf den deutschen Heimatmarkt, diese seien stark gewesen. Für Dattani Grund genug, die Aktie auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 18,70 Euro zu belassen. Seine Kollegen von der Schweizer Credit Suisse zogen gleich, und beließen das Kursziel bei 16,50 Euro.

„Ausblick 2018 – unspektakulär“

Eher zurückhaltend zeigten sich Analysten von Kepler Cheuvreux, Bernstein Research und RBC Capital Markets. Die zuständigen Analysten beließen die Einschäützung auf „Hold“, „Market-Perform“ bzw. „Sector-Perform“. Als Grund für die Einstufung nannte Matthjis Van Leijenhorst von Kepler Cheuvreux den schächeren US-Dollar, unter welchen das vierte Quartal in Mittleidenschaft gezogen worden ist. Durchaus enttäuscht zeigte sich Jonathan Dann von RBC Capital Markets, der Analyst bemängelte das operative Ergebnis sowie die Investitionspläne, beides hätten die Erwartungen enttäuscht. Bernstein Research Analyst Dhananjay Mirchandani bezeichnete den Ausblick für 2018 als beruhigend, aber auch ziemlich unspektakulär.
Für Jeffrries & Company-Analyst Ulrich Rathe gab es für die verfehlten Erwartungen keine Entschuldigung, er beließ die Einstufung auf „Underperform“ mit einem Kursziel von 13,00 Euro.

Stopp beachten

Die Papiere der Deutschen Telekom befinden sich seit Monaten deutlich unter Druck. Charttechnisch droht ein Bruch der seit 2015 intakten Unterstützungszone um 13 Euro. Gerät die Aktie deutlich unter diese Unterstützungszone könnte es für den Aktienkurs noch weiter abwärts gehen.

Hält die Unterstützung jedoch, könnte der Kurs - begleitet von einem positiven Newsflow sowie guter Nachrichten um T-Systems - den Abwärtstrend hier stoppen.
Investierte Anleger sollten abwarten und zur Absicherung einen Stopp bei 12,50 Euro platzieren.