U21: Den Spaniern die Lust am schönen Spiel nehmen

Mitchell Weiser ist einer von drei Hertha-Spielern, die am Freitag Europameister werden können

"Was ist das denn für eine Frage. So eine Frage beantworte ich nicht?" Nadiem Amiri war empört. Gerade saß er noch ganz ruhig und freundlich mit einer Gruppe Journalisten zusammen, doch die letzte Frage der Runde gefiel ihm gar nicht. Die lautete: Hat die deutsche U21 im Finale am Freitag gegen Spanien (20.45 Uhr/ZDF) eine Chance? Amiri war fassungslos. Glauben die Leute zu Hause denn, die deutsche Junioren stünden umsonst im Finale? "Klar haben wir eine Chance! Wir sind doch keine Regionalligatruppe", sagte Amiri denn auch bestimmt.

Amiri, der Ballkünstler aus Hoffenheim, sah sich in einem sensiblen Punkt getroffen. Sicher würde er nie bestreiten, dass die Spanier als Favorit in das Spiel gehen. Aber man soll ihm bloß nicht kommen und die Qualitäten der Deutschen gering schätzen. Es geht ja um nicht mehr und nicht weniger als den ersten U21-Titel seit 2009.

Erst zum dritten Mal steht eine deutsche U21 in einem EM-Finale. Den bislang einzigen Titel gab es vor acht Jahren in Schweden mit sechs späteren Weltmeistern, darunter Mesut Özil, Manuel Neuer und Jerome Boateng. Bessere Vorbilder kann es wohl kaum geben. "Wir wissen alle, was die Jungs von 2009 für einen Weg gegangen sind. Das ist Ansporn genug", sagte Stürmer und Neu-Herthaner Davie Selke.

Kapitän Maximilian Arnold räumte ein, dass Spanien die bisher beste Mannschaft des Wettbewerbs sei. "Da spielt jeder bei einem Top-Verein, der Marktwert ist hoch, höher als bei uns, das ist eine Top-Mannschaft" sagte auch der Schalker M...

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