Deutsche Startups sammeln gerade so viel Wagniskapital ein wie nie zuvor

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Der Lieferdienst verbuchte das größte Investment der letzten Monate für sich.
Der Lieferdienst verbuchte das größte Investment der letzten Monate für sich.

Die Investitionen in deutsche Startups sind im ersten Quartal laut einer Studie auf den höchsten jemals aufgezeichneten Wert gestiegen. Von Januar bis März hätten deutsche Unternehmen in 165 Deals 2,2 Milliarden Euro eingesammelt, geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Datenanbieters Refinitiv hervor. „Die Wirtschaft erholt sich und zuversichtliche Investoren in Deutschland und ganz Europa investieren Kapital in Startups, als gäbe es kein Morgen“, sagte der für das Deutschland-Geschäft verantwortliche Refinitiv-Manager Carl-Johan von Uexküll. Bereits im Schlussquartal 2020 war mit 1,2 Milliarden Euro eine vergleichweise hohe Summe geflossen.

Größte Investments für Gorillas, Volocopter und Sennder

Deutschland lag im ersten Quartal erneut hinter Großbritannien, wo vier Milliarden Euro vergeben wurden, und deutlich vor Frankreich, wo 1,1 Milliarden Euro flossen. Europaweit sammelten Startups Wagniskapital im Umfang von 11,7 Milliarden Euro in 644 Runden ein, was einem Plus zum Vorjahreszeitraum von 128 Prozent entsprach. In dem bisher gemessen am Transaktionswert stärksten vierten Quartal 2020 waren es 7,5 Milliarden Euro.

Die größte Finanzierungsrunde stemmte das Lebensmittel-Lieferdienst-Startup Gorillas, das 245 Millionen Euro bei Investoren einsammelte. Dahinter folgten der Flugtaxi-Anbieter Volocopter mit 200 Millionen Euro und das Logistik-Startup Sennder, das inzwischen mehr als eine Milliarde Dollar wert ist. Am aktivsten unter den deutschen Geldgebern war Global Founders Capital (GFC) mit Ausgaben in Höhe von 98 Millionen Euro in 22 Deals. Dahinter folgten HTFG sowie HV Holtzbrinck Ventures.

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