Deutsche Sprache: "Späti", "Icke" – und was noch alles im neuen Duden steht

Der „Späti“ ist eines von 5000 neuen Wörtern im Duden

Die Duden-Redaktion hat das Nachschlagewerk für die neue Auflage um 5000 Wörter ergänzt. Unter den Erweiterungen sind auch Berliner Klassiker wie das Personalpronomen ick/icke (ich) und Späti (kurz für Spätkauf).

Späti bezeichnete Redaktionsleiterin Kathrin Kunkel-Razum als einen der Lieblinge unter den neu aufgenommenen Wörtern: "Das macht mir selber Spaß. Das gehört zu Berlin. Diese Abkürzung auf -i ist auch sehr schön, das klingt einfach nett", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur vor dem Verkaufsstart der 27. Auflage an diesem Mittwoch. Es ist laut Angaben die erste komplett in der Hauptstadt erarbeitete Ausgabe nach dem lange diskutierten Wegzug der Redaktion aus Mannheim 2013.

Insgesamt umfasst der Duden nun 145.000 Stichwörter - damit hat sich der Umfang seit der Urfassung von 1880 mehr als verfünffacht. Kriterien für die Neuaufnahme von Wörtern sind etwa die Häufigkeit der Nutzung und das Vorkommen in verschiedenen Textsorten.

Welche Wörter es noch in den Duden geschafft haben

Zeitgeschichtliches – Flüchtlingskrise, Lügenpresse, Volksverräter, Willkommenskultur, postfaktisch, Hasskriminalität, Schmähgedicht, Fake News, Drohnenangriff, Kopftuchstreit, Brexit, Jobaussicht, queer (einer anderen als der heterosexuellen Geschlechtsidentität zugehörig), Flexitarier, Wutbürgerin (männliche Fassung war bereits enthalten)

Technologisches – Selfie, Selfiestick, Tablet, Social Bot (Computerprogramm, das wie ein Mitglied eines Sozialen Netzwerks agiert), pixelig, Datenbrille, Emoji ...

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