Deutsche Private-Banking-Chefposten stehen vor Neubesetzungen

Stephan Kahl

(Bloomberg) -- Bei mindestens zwei Banken zeichnet sich die Suche nach einem neuen Chef für das Private Banking in Deutschland ab. Das Geschäftsfeld steht seit langem unter Druck.

So verliert die DZ Privatbank mit Uwe Seeberger den Leiter ihres Private Banking in Deutschland, wie eine Sprecherin gegenüber Bloomberg erklärte. Er habe sich entschieden, das Unternehmen zu verlassen. Die DZ Privatbank, die zum genossenschaftlichen Sektor gehört, will sich jetzt nach einem Nachfolger umschauen und dabei sowohl interne als auch externe Kandidaten berücksichtigen.

Bereits vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die Düsseldorfer HSBC Trinkaus & Burkhardt AG und ihr Private-Banking-Chef für Deutschland, Sven Stephan, vor einer Trennung stehen. Er werde die Bank voraussichtlich verlassen, sagte eine Sprecher, ohne weitere Details zu nennen.

Das Private Banking in Deutschland sei derzeit in einer schlechten Verfassung, hatte Thomas Schulte, Partner beim Berater Boston Consulting Group, unlängst gegenüber Bloomberg gesagt. In den vergangenen zehn Jahren seien die Ertragsmargen um 30 Basispunkte gesunken und das Kosten-Ertragsverhältnis um 27 Prozentpunkte gestiegen.

Von der DZ Privatbank waren noch im Mai eine “ambitionierte Wachstumsstrategie” und Neueinstellungen angekündigt worden. Über den Abgang von Seeberger hatte als erstes das Private Banking Magazin berichtet.

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