„Deutsche Passagiere sind die wahren Verlierer“: Der Marketing-Chef von Ryanair attackiert Bundesregierung nach Pleite von Air Berlin

Marcel Bohnensteffen
Ryanair Boeing 737

Durch die Insolvenz von Air Berlin steht der deutsche Flugmarkt vor einer tiefgreifenden Veränderung. Die Lufthansa versucht, sich große Teile der Pleite-Airline einzuverleiben. Erhält der Branchenprimus den Zuschlag, wovon auszugehen ist, hat er de facto eine Monopolstellung inne. Zum großen Verlierer dieses Deals könnte nach Einschätzung von Experten Ryanair werden.

Der irische Billigflieger würde zwar zur neuen Nummer zwei in Deutschland, müsste sich jedoch künftig gegen eine mächtige Eurowings-Flotte erwehren. Nicht wenige sehen die Airline in diesem Duell auf verlorenem Posten. Kenny Jacobs, Marketing-Vorstand von Ryanair und zweites Alphatier neben Konzernboss Michael O' Leary, sieht das anders. Im Interview mit Business Insider richtet er eine Kampfansage an Lufthansa und teilt gegen die Politik der Bundesregierung aus.

Business Insider: Mister Jacobs, es heißt, der Zweite sei der erste Verlierer. Durch die Pleite von Air Berlin rückt Ryanair zur Nummer zwei in Deutschland auf. Fühlen Sie sich als Verlierer?

Kenny Jacobs: „Absolut nicht. Obwohl uns die Art und Weise stört, mit der Air Berlin an Lufthansa weitergereicht wird, wird das nichts an unseren Wachstumsplänen in Deutschland ändern. Wir werden schneller zur Nummer zwei als gedacht. In München haben wir gerade unseren zehnten Standort hierzulande eingeweiht.

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