Deutsche Mini-Serie "Familie Braun" gewinnt bei International Emmy Awards

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Lucia Haslauer (r.) und Beatrice Kramm mit dem Emmy

Die deutsche Mini-Serie "Familie Braun" hat einen internationalen Emmy geholt. Die ZDF-Produktion über zwei Neonazis, die sich plötzlich um die schwarze Tochter des einen kümmern müssen, erhielt den renommierten US-Fernsehpreis am Montagabend in der Kategorie Serie in Kurzformat. Bei den International Emmy Awards setzte sie sich gegen Konkurrenten aus Kanada, Brasilien und Argentinien durch. Als beste Hauptdarsteller wurden Kenneth Branagh und Anna Friel geehrt.

Die Produzentinnen der Kurz-Serie "Familie Braun", Beatrice Kramm und Lucia Haslauer, nahmen den Emmy in New York entgegen. Dagegen ging die Schauspielerin Sonja Gerhardt, die für ihre Rolle in dem ZDF-Dreiteiler "Ku' damm 56" nominiert war, leer aus. Der International Emmy gilt als einer der wichtigsten internationalen Fernsehpreise. Der Preis ist die internationale Ausgabe der Emmy Awards.

Als beste Darstellerin prämiert wurde die Britin Anna Friel für ihre Rolle als Londoner Polizistin "Marcella" auf der Jagd nach einem Serienmörder in der gleichnamigen Fernsehserie. Die Serie des Senders ITV wurde ein solcher Erfolg, dass eine zweite Staffel mit der 41-jährigen Schauspielerin produziert wurde. Nach der Ausstrahlung in Großbritannien soll sie in den USA beim Streamingdienst Netflix laufen.

Der beste männliche Darsteller ist ebenfalls ein Brite: Kenneth Branagh gewann den begehrten Preis für seine Darstellung des Kommissars "Wallander" in der gleichnamigen BBC-Serie. Der 56-jährige gebürtige Ire ist derzeit erneut in einer Ermittler-Rolle in den Kinos zu sehen: Als Meisterdetektiv Hercule Poirot in der Verfilmung von Agatha Christies Roman "Mord im Orient-Express". Insgesamt gingen vier der elf Preise an Großbritannien.